swisscross.help

Flüchtlingshilfe in Griechenland

Hilfe auf Lesvos und jetzt in Sindos


Wir helfen jetzt! - Seit dem 21. Mai betreuen wir 600 Flüchtende in Sindos

Das neueste auf Facebook und Twitter.



schwizerchrüz.ch ist seit September 2015 in Griechenland. Man kennt uns dort als swisscross.help.

In Lesvos sind wir immer noch präsent. Zusammen mit ERCI leisten wir die noch 24h/7Tage Abdeckung an der Südküste.

Als die Grenzen im März schlossen, ist schwizerchrüz.ch nach Idomeni gegangen. Seit Ende Mai betreuen wir über 600 Personen in einer alten Lederfabrik in Sindos. Zahlreiche NGOs die wir seit Monaten kennen, unterstützen uns dabei.

Wir sind eine private Initiative, keine NGO, kein gemeinnütziger Verein. Freiwillige aus der Schweiz und Deutschland und der ganzen Welt unterstützen uns. Zusammen sind wir schnell und effektiv. Wir arbeiten ausschliesslich mit privatem Geld, dass uns Unterstützer zur Verfügung stellen.

Wer uns unterstützen will, kann dies mit einem Beitrag auf Paypal michael.raeber@gmail.com oder auf das Konto meiner Frau tun: Migrosbank 8010 Zürich Mülligen, IBAN CH11 0840 1000 0592 3559 4 für Rahel Räber, Effingerstrasse 17, 3629 Kiesen, Schweiz. BIC/SWIFT MIGRCHZZXXX. Clearing Nummer/Bankleitzahl 8401. Wir sind private Leute, ihr Unterstützung qualifiziert sich nicht als Spende im rechtlichen Sinn.

Aktuelle Nachrichten finden Sie auf unserer Facebook Seite, aktuellste auf Twitter.

9 Tage Sindos in 90 Sekunden




Tagesgespräch SRF1
über unsere Arbeit in Idomeni

Ich möchte jetzt in Lesvos und Sindos helfen!

Zweiter Einsatz seit 26.09.2015

Insel Lesvos

Hilfe auf der Insel Lesvos

Seit Oktober sind wir auf der Insel Lesvos. Wir arbeiten an der Nordküste, wo die ganzen Boote mit den Flüchtlingen über das Meer geschickt werden. Meine Frau, meine Mutter und meine Tante sowie alte Freunde aus dem Militär sind mit mir gekommen, damit wir diesen Menschen hier helfen können.
Wir kümmern uns in den verschiedensten Situationen. Wir erstellen die Transportfähigkeit von verletzten Personen und transportieren sie ins Spital. Praktisch auf jedem Boot hat es mehrere schwangere Frauen und kriegsversehrte behinderte Personen, die unsere Hilfe ganz speziell nötig haben.
Mit Generatoren und Flutlichtern beleuchten wir in der Nacht die Boote, die ankommen. Wir helfen damit, die Panik zu vermindern, in welcher sich die Leute befinden.
Wir haben mobile Dieselheizungen angeschafft, mit denen wir die Leute, die sich vorher mehrere Stunden lang durchnässt auf dem kalten, windigen Meer befunden haben, innert Minuten aufwärmen können. Wir vermeiden damit schwere Fälle von Unterkühlung. Wir sammeln die durchnässten Kleider ein, die weggeworfen werden und lassen sie in der lokalen Wäscherei waschen, damit wir sie wieder an durchnässte Flüchtlinge abgeben können.

Auf ein Boot werden bis zu 70 Leute gepackt. Manchmal sind auf einem Boot bis zu einem Dutzend Babies, es spielen sich hier wirklich schreckliche Szenen ab. Menschen sterben, Babies ertrinken. Wir kämpfen für alle Leute, um jedes einzelne Leben.

Immer noch sind wir 24h und 7 Tage in der Woche an der Küste. Wir halten Wache und sind aufmerksam.

Wir möchten weiterhin in Griechenland helfen!

Helfen Sie uns, unseren Einsatz weiterzuführen!

Die grosszügige Unterstützung aus Familie und Freundeskreis und vielen weiteren Personen ermöglichen es mir, hier in Griechenland. Ich investiere selber meine Zeit und meine Energie, aber kein eigenes Geld.
Ich gewinne laufend an Erfahrung und Effizienz dazu und würde gerne auch im nächsten Jahr humanitäre Flüchtlingshilfe in Griechenland leisten. Vielleicht möchten Sie dazu beitragen, dass wir hier weiterarbeiten können.
In Sindos haben wir die Chance, über 600 Personen den Aufenthalt im kargen Militärlager so erträgich zu machen, wie möglich. Ich werde mich mit aller Kraft für die Menschen in Not einsetzen.



Erster Einsatz 3.9.-17.9. & 24.9.-30.9.2015

Viktoriaplatz Athen

Situation zu Beginn

Auf dem Viktoriaplatz in Athen leben täglich bis zu mehrere hundert Flüchtlinge unter schlechten Bedingungen. Sie erhalten von offizieller Seite kein Wasser, keine medizinische Versorgung und keine einzige Toilette zur Verfügung gestellt, von Essen ganz zu schweigen.
Die Anzahl Personen, die auf dem Platz übernachten, hängt davon ab, wie viele Schiffe mit Flüchtlingen von den Inseln in Athen eintreffen und wie viele Flüchtlinge nach Norden abreisen. Die Menschen bleiben in der Regel zwei bis drei Tage, bevor sie weiterreisen. Die Anzahl schwankt ständig.
Auf dem Platz grassieren Magen-Darm-Erkrankungen. Die Heilsarmee von Athen verteilt als einzig funktionierende Organisation auf dem Platz jeden Morgen Milch und Sandwiches an die Flüchtlinge.

Genug Wasser für diese Familien, um ausreichend zu trinken

Keine Wasserversorgung

(21.9.) Wasser ist das Wichtigste. Ohne Wasser entkräften die Flüchtlinge rasch und die Erkrankungen nehmen zu. Nach wie vor müssen die Flüchtlinge ihr Flaschenwasser selber teuer kaufen. Viele haben kein Geld und sind auf Wasserspenden angewiesen. Die Stadt benutzt im Viktoriapark Wasser, um den Platz zu reinigen und nachts mit einer Sprinkleranlage das Gras zu wässern. Den Flüchtlingen selber stellt die Stadt kein Wasser zur Verfügung. Die Flüchtlinge nutzen das Wasser, das aus dem kaputten Schlauch der Stadtreinigung tropft.

Die Familien ohne Geld schlafen nachts im Park

Armut unter Flüchtlingen

(21.9.) Zurzeit gibt schwizerchrüz.ch pro Tag durchschnittlich 1000 Liter, an heissen Tagen bis zu 2500 Liter Wasser an die Flüchtlinge ab. Die Lösung mit Flaschenwasser ist nicht nachhaltig und verbraucht viele Mittel. Es ist dringend notwendig, dass die Stadt diese Aufgabe übernimmt und die Flüchtlinge mit Wasser versorgt. Bis sie das tut, muss eine andere Nichtregierungsorganisation in die Bresche springen. Ich versuche, diese Ziele über meine Netzwerke vor Ort zu erreichen.

Viele Kinder haben einen Magen-Darm-Infekt

Zu wenig Ärzte

(21.9.) Die medizinische Versorgung war zu Beginn katastrophal. Während einer Woche war kein Arzt auf dem Platz, die Zahl der Erkrankten nahm täglich zu. Die einzige gute Arztpraxis für Flüchtlinge liegt eine Stunde Fussmarsch entfernt und ist völlig überlastet. Nach einer Woche habe ich mit meiner Frau Telemedizin betrieben. Telefonisch miteinander verbunden, haben wir 32 Patienten untersucht und behandelt. So hat meine Frau die "Viktoria-Infusion" erfunden: Ein Apfel (Pektin), eine Banane (Kalium), Zwieback (bindet Giftstoffe) und ein Powerade (Elektrolyte), alles innerhalb von 100 Metern relativ einfach zu kaufen.

Sie muss mit 38.8 Fieber draussen übernachten

Keine Hilfe

(21.9.) Während der letzten Woche des Einsatzes haben sporadisch zwei freiwillige, unbezahlte Ärztinnen auf dem Platz gearbeitet. Ich habe ihnen die Medikamente, welche sie zur Behandlung der spezifischen Erkrankungen benötigten, zur Verfügung gestellt. Ganz in der Nähe hat es eine Gratispraxis, welche von der Regierung finanziert wird. Diese schliesst jedoch, sobald sie einige Patienten hat, unter dem Vorwand überlastet zu sein. Sie war auch schon ganze Tage geschlossen, weil der Übersetzer fehle. Die Praxis sollte von 9 Uhr bis 17 Uhr von Montag bis Freitag geöffnet sein. Vielleicht kann ich erreichen, dass diese Leute ihre Aufgabe in Zukunft ernster nehmen.

In der Wohnung stapeln sich Medikamente und Feuchttücher

Keine Toiletten

(21.9.) Die Flüchtlinge haben keine einzige Toilette. Sie müssen ihr Geschäft trotzdem verrichten. Einige gehen in einen 800 Meter entfernten Park, wo die Stadt viele chemische Toiletten aufgestellt hat. Vor allem Flüchtlingsfamilien zögern aber, in diesen Park zu gehen, da dort Drogenkonsum und Drogenprostitution stattfindet. schwizerchrüz.ch verteilt laufend Wegbeschreibungen, damit die Flüchtlinge den besten Weg zu den WC-Anlagen im Park finden können und stellt auch WC-Papier zur Verfügung. Das grundsätzliche Problem der fehlenden Toiletten bleibt jedoch ungelöst. Es ist gravierend und hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit der ganzen Flüchtlingsgruppe auf dem Platz. Solange ich selber vor Ort bin, verteile ich immer wieder Baby-Feuchttücher als sogenannte "Viktoria-Dusche".

Zwei Kinder essen die gekochte Pasta mit Tomatensauce

Zu wenig Nahrung

(21.9.) Die Heilsarmee von Athen verteilt zuverlässig von montags bis samstags am Morgen früh Milch und Hühnchen- Käse-Sandwiches an die Flüchtlinge. Wenn es nicht mehr als 200 Personen auf dem Platz hat, sind die Portionen ausreichend. Rund eine Woche vor den Wahlen war der Platz in vielen TV-Sendungen porträtiert worden. Es gibt nun einige Griechen und kleinere Solidaritätsgruppen, die sporadisch auf dem Platz Essen verteilen. Ich habe während der ersten Woche des Einsatzes gekocht und Essen verteilt. Als vermehrt andere Helfer Nahrungsmittel verteilt haben, habe ich mich in diesem Bereich zurückgezogen und mich primär um Wasser, medizinische Versorgung und Hygiene gekümmert.

Situation am Ende

Es geht darum, bis Ende des Monats dafür zu sorgen, dass Nichtregierungsorganisationen sich um die Hilfsleistungen an die Flüchtlinge kümmern und mindestens für Wasser und Ärzte zu sorgen. Ich hoffe zudem, in Sachen Toiletten doch noch etwas bewegen zu können.
Der Druck auf Athen steigt in diesen Tagen und Wochen erheblich, es kommen stadtweit viel mehr Flüchtlinge an, als wegen der teils geschlossenen Grenzen in Ungarn und Kroatien nach Norden abreisen können.
Ich werde mit einer Aktivistin zwei Tage in Lesbos sein, um den zweiten Einsatz im Oktober zu erkunden und vorzubereiten.



Ein Tropfen auf den heissen Stein?

Am Dorfrand brennt ein Haus. Die Dorfbewohner stehen zusammen und diskutieren, ob ihre Feuerwehr gross genug ist. Da nimmt einer einen Kessel mit Wasser und wirft es ins Feuer. Er will, dass das Feuer nicht noch heisser wird. Und er hofft auf die Feuerwehr. Füllen Sie meinen Kessel mit Wasser!

Doku SRF Reporter
über unsere Arbeit auf Lesvos

Wie kann ich den Flüchtenden helfen?

Für 3 Franken 1 Person im Lager für 1 Tag helfen

Für 500 Franken Zusatzernährung für einen Tag

Für 2000 Franken einen Tag Hilfsleistung finanziert

Bargeld

Bargeld, das die Familie meiner Frau oder meine Familie erreicht, leiten diese direkt an uns weiter.

Banküberweisung

Auf unser Konto bei der Migrosbank 8010 Zürich Mülligen, IBAN CH11 0840 1000 0592 3559 4 für Rahel Räber, Effingerstrasse 17, 3629 Kiesen (BIC/SWIFT MIGRCHZZXXX, ClearingNr/Bankleitzahl 8401)

Paypal

Per paypal auf meine paypal-Adresse michael.raeber@gmail.com

Kontaktieren Sie mich mit Fragen und Ideen

Michael Räber

+41 79 880 92 70

Effingerstrasse 17
CH-3629 Kiesen